Kultur

Kunst und Kultur – Fortschreibung des immateriellen Erbes einer Gesellschaft

Wir GRÜNEN setzen uns für ein Kulturleben ohne den Druck von Massentauglichkeit oder Profitmaximierung ein. Kunst muss frei und gerne unbequem sein. Sie trägt dazu bei, Verständigung in einer offenen Gesellschaft herzustellen, den Finger in Wunden zu legen und hat einen Bildungsauftrag.

Kunst und Kultur darf aber genauso auch einfach nur schön und unterhaltsam sein. Kulturpolitik muss kulturelle Vielfalt in allen Ausprägungen fördern. Freie Kultur und Soziokultur sind dabei genauso unverzichtbar wie traditionelle Institutionen wie zum Beispiel das Theater Oberhausen.

Wir möchten für Oberhausen eine lebendige, vielfältige und gut vernetzte Kulturszene. Im Vordergrund steht dabei für uns der Erhalt und Ausbau der bisherigen Möglichkeiten und Angebote sowie die Offenheit für neue Ideen und Projekte. Wir GRÜNENsind grundsätzlich gegen Kürzungen im Bereich Kultur und Theater.

Die Stadt Oberhausen verfügt bereits über ein vielfältiges und zum Teil über die Stadtgrenzen und sogar international bekanntes Kulturprogramm und dies trotz knapper Kassen und vielen Kürzungen in den letzten Jahrzehnten.

Wir GRÜNENmöchten, dass auch kleinere Projekte von der Stadt stärker unterstützt werden. Dies könnte zum Beispiel durch mediale Unterstützung geschehen. Auf der Homepage der Stadt sollte eine Rubrik eingerichtet werden, in der alle Kunst- und Kulturschaffenden ihre Veranstaltungen und Projekte eintragen können. Diese Rubrik sollte offen von der Stadt beworben und mit anderen Angeboten vernetzt werden.

Des Weiteren sollte das Kulturbüro eine zentralere Rolle spielen. Dafür ist eine Vergrößerung des Büros erforderlich. Von dort könnte zum Beispiel eine Programmplanung für die Gesamtstadt koordiniert werden, damit tolle Projekte sich nicht gegenseitig Publikum wegnehmen. Außerdem soll das Kulturbüro die Vernetzung von Künstler*innen und Kulturschaffenden im Ruhrgebiet unterstützen, um Synergieeffekte zu nutzen und Konkurrenzen zu vermeiden.

Wir GRÜNEN regen an, dass das Stadtarchiv Veranstaltungen mit Kooperationspartnern aus der Kunst- und Kulturszene der Stadt durchführt, die die Geschichte der Stadt und des Ruhrgebietes greifbarer und anschaulicher machen.

Um Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Kultur zu eröffnen und gleichzeitig ihr Selbstwertgefühl, ihre Talente und Selbstwirksamkeitserfahrungen zu fördern, regen wir GRÜNENan, die bestehenden Projekte mit dem Theater Oberhausen auszuweiten.

Bei diesen werden Kindern und Jugendlichen in den Bereichen Schauspiel, Performance und/oder Tanz Unterstützung und eine Bühne gegeben. Das stärkt die jungen Menschen beim Start auf ihrem Lebensweg und damit auch die (Stadt-) Gesellschaft als Ganzes. Außerdem wollen wir den öffentlichen Raum für mehr Kulturprojekte öffnen. Denkbar wären von der Stadt angemietete Leerstände in der Innenstadt für Pop-up-Stores, in denen zeitlich begrenzt Kulturschaffende Raum für ihre Arbeit, Lesungen, Performances oder Ausstellungen bekommen.

Ein von der Stadt ausgeschriebener Wettbewerb für künstlerische Fassaden- bzw. Giebelgestaltungen würde internationale Künstler*innen in die Stadt holen, die Innenstadt als Standort aufwerten und ein dauerhafter Magnet für Interessierte sein.

Kunst im öffentlichen Raum bereichert unser Stadtbild. Sie muss ausgebaut und gepflegt werden.