Umweltschutz

Klimakrise – diese Herausforderung ist nichts für Feiglinge

Panik ist ein schlechter Ratgeber. Aber die Lage ist sehr ernst und wir GRÜNENmeinen, dass das noch nicht bei allen angekommen ist. Diesem Klimanotstand werden wirnur etwas entgegensetzen können, wenn wir neben den vielen wichtigen kommunalen Aktionen groß und mutig auf Landes- und Bundesebene agieren und uns mit allen vernetzen, die dasselbe Ziel haben: den menschengemachten Klimawandel eingrenzen.
 Wir unterstützen ausdrücklich die Jugendbewegung „fridays for future“ und ihren Aufruf, Wissenschaftler*innen Ernst zunehmen und endlich zu handeln. Politische Beschlüsse sind fast immer Kompromisse, die sich durch unterschiedliche Interessen und Ziele ergeben.

Unter der Klimakrise leidet auch die städtische Tierwelt. Immer weniger Insekten, Vögel und andere Tierarten sind auf unserem Stadtgebiet zu finden. Deswegen unterstützen wir alle gesellschaftlichen Aktivitäten, wie das „Bündnis Biene& Co“, die sich dem Artenschutz verschreiben. Wichtig ist auch, dass die Landwirtschaft in Oberhausen durch Blühwiesen, einer angepassten Fruchtfolge und dem Verzicht auf den Einsatz von Glyphosat einen Beitrag zur Stärkung der Artenvielfalt liefert.

Grün, Grün, Grün – wo immer es geht

Ein gesundes Stadtklima trägt entscheidend zu unserer Lebensqualität bei. Grün an Straßen, an und auf Gebäuden sowie Freiflächen sorgt für Abkühlung im Somme, filtert Schadstoffe aus der Luft, entlastet das Abwassersystem bei Starkregen und bietet Heimat für viele Tier-, Insektenarten und Pflanzen. Wir GRÜNEN wollen daher in Oberhausens Straßen so viel Grün wie möglich integrieren. Straßenbegleitgrün, wo es möglich ist. Dabei wollen wir neues anlegen und bestehendes ökologisch aufwerten, indem eine Pflanzenauswahl getroffen wird, die schön anzusehen ist, wenig Pflegeaufwand bedeutet und ökologisch wertvoll ist. An einigen Stellen im Stadtgebiet wurden bereits in der Vergangenheit solche Beete, zum Beispiel mit einer Staudenauswahl, angelegt. Diese Art der Begrünung soll ausgeweitet werden. Außerdem wollen wir GRÜNEN einen besseren Schutz für Jungbäume. Die heißen Sommer der letzten Jahre hatten leider zur Folge, dass junge und noch nicht so tief verwurzelte Bäume abgestorben sind.

Wir fordern ein intelligentes Programm, das diese Bäume schützt und bewässert, damit der Ausfall bei den dringend benötigten Neuanpflanzungen so gering wie möglich ist. Wir wollen eine systematische Aufnahme der Stellen im Stadtgebiet, an denen zusätzliche Bäume gepflanzt und Grünstreifen angelegt werden können und halten es ebenfalls für nötig, an der einen oder anderen Stelle Parkplätze in Baumscheiben umzuwandeln. Bei der Anlage neuer Baumscheiben bzw. Umgestaltung bestehender Baumscheiben muss eine baumgerechte Gestaltung und ausreichende Größe der Baumscheiben berücksichtigt werden.

Patenschaften für Baumscheiben sollen möglich sein und aktiv beworben werden. Solche Bepflanzungen sehen schön aus, leisten einen Beitrag für besseres Stadtklima und tragen nicht zuletzt zur Identifikation von sich kümmernden Bürger*innen mit ihrem Quartier bei. Unterstützende Beratung für die Art der Anpflanzungen und die nötige Pflege sollte durch die Stadt zur Verfügung gestellt werden. Aber es geht noch mehr: Fassaden- und Dachbegrünung stecken in Oberhausen noch in den Kinderschuhen. Wir GRÜNEN wollen eine Ausdehnung von Begrünung, wo dies möglich ist. Die Stadt Oberhausen soll dies offensiv bewerben und eine Beratungsstelle einrichten, die interessierten Bürger*innen zur Seite steht, wenn sie eine Fläche für eine solche Bepflanzung zur Verfügung stellen wollen.